Kapitel
Übersicht: Gold & Niveaugruppen
Die Game Zone führt zwei Schienen nebeneinander, die bewusst Unterschiedliches leisten.
Gold und Levels
Gold ist die schnelle, tägliche Währung für Routinen und Klima. Kinder sammeln es, geben es im Klassen-Shop wieder aus, und je mehr Gold sie verdienen, desto höher steigt automatisch ihr Level. Das Level ist reine Anzeige: Es macht Fortschritt sichtbar, schaltet höchstens neue Avatar-Rahmen frei und entscheidet sonst nichts.
Hinter dem Level stehen XP (Erfahrungspunkte): Jedes verdiente Gold zählt zehnfach. Einkäufe, Malus und Abzüge von Hand nehmen nur Gold weg, nie XP.
Steht ein Kind im Minus, etwa nach einem Malus, bekommt es neue Einnahmen wie gewohnt gutgeschrieben, XP aber nur für den Teil über null. Gibst du einem Kind bei −30 von Hand 50 Gold, zählen nur die 20 Gold über null, also 200 XP. Das Fenster dafür (Tab «Währung» → Stift-Symbol beim Kind) zeigt dir vorher, wie viele XP ankommen. Bei aktiver Einkommenssteuer zählt im Minus nur der Betrag nach Steuer. Das gilt auch für die Sozialhilfe: Sie bringt ein Kind im Minus näher an null, XP gibt es aber erst für den Teil über null. XP, die ein Kind schon gesammelt hat, rechnet TeacherOrg nicht nachträglich um.
| Gold kommt dazu | Gold geht weg |
|---|---|
| Bonus-Regel vergeben | Malus-Regel vergeben |
| Ämtli erledigt | Einkauf im Klassen-Shop |
| Bounty abgeschlossen | Steuern, falls aktiviert |
| Achievement freigeschaltet (auch über Noten) | |
| Ziel abgeschlossen | |
| Manuelle Vergabe durch dich | Manuelle Korrektur durch dich |
Niveaugruppen
In den Niveaugruppen (Standardname «SpaceClass») führst du bis zu zehn Stufen. Mit jeder Stufe erhalten Kinder echte Privilegien der Arbeitsgestaltung: freie Sitzplatz- und Raumwahl, eigene Wochenplanung, iPad-Nutzung. Beförderung und Abstieg laufen über Bedingungen, die du pro Niveau selbst formulierst. Verwarnungen halten Regelverstösse fest, bevor ein Abstieg fällig wird. Eine Verwarnung stuft dabei niemanden automatisch zurück: Den Abstieg setzt du selbst, mit «Herabstufen».
Das ist die bleibende Schiene. Sie wächst langsamer als Gold, verändert dafür tatsächlich, wie ein Kind arbeiten darf.
Was die Forschung dazu sagt
Belohnungssysteme dieser Art wirken in der Primarstufe kurzfristig gut belegt. Zwei Befunde haben das Design hier geprägt.
Erstens halten die Effekte nach dem Abschalten meist nicht an. Wer sie dauerhaft will, muss die Belohnungsdichte mit der Zeit ausdünnen und auf Anerkennung und Selbststeuerung umstellen.
Zweitens, und wichtiger: Der grösste dokumentierte Schaden trifft genau die Konstellation, in der Kinder eine Höchststufe sichtbar verfehlen und dort steckenbleiben. Deshalb gilt für die Niveaugruppen die Regel, dass jedes Kind einen erreichbaren nächsten Schritt haben muss. Lieber kleinere Stufen als eine Endstufe, die faktisch niemand erreicht.
Nicht belegt ist dagegen, welcher der drei Freischalt-Wege (Kompetenz, Kauf, Niveau) der beste ist. Das ist ein Design-Entscheid mit eingebauten Schutzmechanismen, kein Forschungsergebnis.